Das Jahr von Bio Suisse in Zahlen

Hier erfahren Sie, wie sich die Einnahmen von Bio Suisse zusammensetzen und welche Leistungen der Verband im Jahr 2017 erbracht hat. 

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15’057’557 CHF

3’409’861 CHF

9’483’855 CHF

1’062’208 CHF

1’101’633 CHF

  • EINNAHMEN TOTAL
  • PRODUZENTENBEITRÄGE
  • LIZENZEINNAHMEN
  • BUNDESGELDER
  • WEITERE EINNAHMEN

EINNAHMEN TOTAL

+4,4%Zunahme der Einnahmen 2017

Die Einnahmen aus Lizenzgebühren, Produzentenbeiträgen, Bundesgeldern und verschiedenen weiteren Quellen sind 2017 um 632’432 Franken auf 15’057’557 Franken angestiegen. Dies ist ein Wachstum von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Jahresrechnung stellt Bio Suisse die Einnahmen jeweils in Bezug zum totalen Ertragsvolumen dar.

PRODUZENTENBEITRÄGE

22,6%Anteil Produzentenbeiträge an Gesamteinnahmen

Die Beiträge der Knospe-Produzenten machen rund einen Fünftel der gesamten Einnahmen aus. Neben dem jährlichen Mitgliederbeitrag von 100 Franken sind variable Beiträge zu entrichten, die sich beispielsweise nach Fläche und Grossvieheinheiten (GVE) berechnen, sowie zweckgebundene Beiträge wie Kernobst- oder Ackerbaubeiträge.

Zur Absatzförderung erhält Bio Suisse Mittel von anderen Branchenorganisationen, etwa vom Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP) oder von GalloSuisse.

LIZENZEINNAHMEN

63%Anteil Lizenzeinnahmen an Gesamteinnahmen

Der grösste Teil der Einnahmen stammt aus Lizenz- und Markennutzungsgebühren. Für die Verwendung der Knospe als Marke erhält Bio Suisse von den Partnern umsatzabhängige Gebühren. Lizenznehmer sind verarbeitende Betriebe in der Schweiz oder Importeure von Ware, die nach Bio Suisse Richtlinien ausserhalb der Schweiz produziert wurde.

Markennutzungsgebühren stammen zum Beispiel von Gastrobetrieben, die Knospe-Produkte einsetzen und die Knospe zu Kommunikationszwecken nutzen.

BUNDESGELDER

7,1%Anteil Bundesgelder an Gesamteinnahmen

Der Bund unterstützt Kampagnen und Kommunikationsmassnahmen für die Schweizer Landwirtschaft. Damit leistet er einen aktiven Beitrag zur Absatzförderung von Schweizer Bio-Produkten und für die Entwicklung des Bio-Markts. Bio Suisse setzt diese Gelder zur Steigerung der Bekanntheit der Knospe ein und damit für das Image von Bio allgemein sowie zur Absatzförderung und Unterstützung der Produzenten.

Konkret betreibt Bio Suisse Kommunikationskampagnen in diversen Medien, macht Promotionen, stellt Werbematerial zur Verfügung und zeigt Präsenz an verschiedenen Märkten.

WEITERE EINNAHMEN

7,3%Anteil diverser Beiträge an Gesamteinnahmen

Bio Suisse erwirtschaftete über Lizenzeinnahmen und Produzentenbeiträge hinaus weitere Einnahmen. So etwa 227’027 Franken aus dem Anzeigen- und Abonnementverkauf des Magazins Bioaktuell, das Bio Suisse gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) herausgibt. Des Weiteren erhielt Bio Suisse Beiträge aus dem Coop-Fonds für Nachhaltigkeit, der Projekte wie den Schweizer Bio-Ackerbautag (www.bio-ackerbautag.ch) zugunsten der Bio-Landwirtschaft mitfinanziert.

Rund 176’000 Franken stammen von Verkäufen im Online-Shop von Bio Suisse unter shop.bio-suisse.ch, über den Produzenten einheitliches Verpackungs- und Werbematerial mit der Knospe zum Selbstkostenpreis erstehen können.

15’016’804 CHF

1’288’141 CHF

1’320’337 CHF

3’783’278 CHF

5’118’300 CHF

1’483’334 CHF

1’256’384 CHF

767’030 CHF

  • AUSGABEN TOTAL
  • VERBAND
  • GESCHÄFTSFÜHRUNG UND POLITIK
  • QUALITÄTSSICHERUNG UND -ENTWICKLUNG
  • MARKETING
  • UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
  • FINANZEN UND SERVICES
  • ZWECKGEBUNDENE MITTEL

AUSGABEN TOTAL

+2,1 %Entwicklung der Ausgaben 2017

Die Ausgaben von Bio Suisse setzen sich aus den Bereichen Verband, Geschäftsführung und Politik, Qualitätssicherung und -entwicklung, Marketing, Unternehmenskommunikation, Finanzen und Services sowie Zweckgebundene Mittel zusammen. Mit 15’016’804 Franken liegen sie leicht unter den Einnahmen, sodass sich ein Gewinn von 40’753 Franken ergibt. In der Jahresrechnung stellt Bio Suisse die Ausgaben jeweils in Bezug zum totalen Aufwandsvolumen dar.

VERBAND

8,6 %Anteil an den Gesamtausgaben

Die Verbandsausgaben setzen sich zusammen aus Aufwänden für Delegiertenversammlungen, Präsidentenkonferenzen und Sitzungen von Vorstand, Geschäftsprüfungskommission, Markenkommissionen und weiteren Gremien sowie Beiträgen an die Mitgliederorganisationen.

Bio Suisse unterstützte im Jahr 2017 die Mitgliedorganisationen mit direkten Beiträgen in der Höhe von insgesamt 172’274 Franken. Zudem wurden für 31 Projekte zur Stärkung der Mitgliedorganisationen 209’050 Franken bezahlt. So hat Bio Suisse 2017 etwa verschiedene Ackerbauringe, Regionaltreffen und das Anbringen von Knospe- und Feldrandtafeln unterstützt. Des Weiteren wurden grössere Beiträge gesprochen für einen Pop-up-Store der Bärner Bio Bure, für die Teilnahme an der Ville du goût in Neuchâtel, die Stärkung des Bio-Hochstamm-Kirschenanbaus durch Biofarm und die Teilnahme an der Messe Agrischa in Graubünden.

GESCHÄFTSFÜHRUNG UND POLITIK

8,8%Anteil an den Gesamtausgaben

Im Jahr 2017 förderte Bio Suisse unter anderem Projekte aus den Bereichen Pflanzenzüchtung und Bildung sowie Praxisversuche im Bio-Gemüsebau. Zudem engagierte sich Bio Suisse im Nationalen Bioforschungsforum (NBFF) und hatte 2017 dessen Leitung inne.

Daneben hat sich Bio Suisse für wichtige politische Anliegen eingesetzt, so etwa für den Aktionsplan Pestizide oder gegen den Einsatz von Gentechnik, und erarbeitete Stellungnahmen und Positionspapiere zu den diversen Initiativen rund um die Landwirtschaft. Des Weiteren finanziert Bio Suisse die Ombudsstelle für faire Handelsbeziehungen.

QUALITÄTSSICHERUNG UND -ENTWICKLUNG

25,2%Anteil an den Gesamtausgaben

Die Ausgaben für die Qualitätssicherung und -entwicklung sind der zweitgrösste Ausgabenposten. Konkret fallen darunter Kosten für die Herausgabe der Richtlinien, Massnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit, das Abweichungs- und Risikomanagement sowie die Aufsicht über die Kontrolle und Zertifizierung der Knospe-Produkte. Sämtliche Verarbeitungsprodukte von Lizenznehmern werden vor der Markteinführung lizenziert, das heisst, auf die Konformität mit den Richtlinien überprüft. Landwirte und Verarbeiter werden bezüglich Richtlinien beraten und mit Dienstleistungen wie der Verleihung der Bio Gourmet Knospe oder dem Beratungsprojekt PROVIEH unterstützt. Zusätzlich wird die Rückverfolgbarkeit der Importe kontrolliert.

MARKETING

34,0%Anteil an den Gesamtausgaben

Die grössten Ausgaben verzeichnet Bio Suisse im Marketing. Dieses umfasst die Bereiche Werbung, Produktmanagement, Kooperationen, Kundenbetreuung, Key-Account-Management sowie Markenentwicklung und -schutz. So wurde 2017 unter anderem die Kommunikation über Social-Media-Kanäle sowie die Online-Kampagne «Alles hängt irgendwie zusammen» weitergeführt.

Mittels Promotionen, Degustationen und Wettbewerben wurde der Absatz von Bio-Produkten gefördert. Ein Beispiel war die Installation eines Automaten in einem Einkaufszentrum, der mit einer Live-Kamera auf einem Knospe-Hof verbunden war. Passanten konnten per Knopfdruck Milchkühe auf einem 50 km entfernten Bio-Hof mit einer Kuhbürste massieren. Wer den Knopf für eine gewisse Zeit gedrückt hielt, bekam als Dankeschön eine Bio-Milch geschenkt.

Weiterhin schaffte Bio Suisse Transparenz in den Agrarmärkten, etwa mit runden Tischen, Fachgruppensitzungen und Richtpreisrunden mit Produzenten und den Branchen. Die Direktvermarkter unterstützte Bio Suisse mit subventioniertem Verkaufsförderungsmaterial.

UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION

9,9%Anteil an den Gesamtausgaben

Die Unternehmenskommunikation von Bio Suisse stellt redaktionelle Beiträge zum Biolandbau und zur Knospe bereit und bedient diverse Kommunikationskanäle wie Medien, Webpage, Newsletter oder Blog. Der höchste Kostenanteil liegt bei der Redaktion und Publikation von «Bioaktuell», der gemeinsamen Zeitschrift von Bio Suisse und FiBL.

Ein wichtiges Projekt war 2017 die Gesamtüberarbeitung der Website von Bio Suisse sowie verschiedener Unterseiten. Zudem erschien der Jahresbericht erstmals in einer ausführlichen Online-Version.

FINANZEN UND SERVICES

8,4%Anteil an den Gesamtausgaben

Zu den Ausgaben der Abteilung Finanzen und Services zählen die Aufwände für die Buchhaltung, die Informatik, das Personal und die Administration. So hat Bio Suisse beispielsweise Rückstellungen für die IT-Infrastruktur gebildet, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Bio Suisse hat für die Mitarbeitenden im vergangenen Jahr Weiterbildungen im Bereich der Arbeitstechnik ermöglicht. Ausserdem wurden diverse Kurse in französischer Konversation durchgeführt.

ZWECKGEBUNDENE MITTEL

5,1%Anteil an den Gesamtausgaben

Zweckgebundene Mittel, wie die Beiträge für Mostobst oder Ackerbau, wurden 2017 für verschiedene Projekte zur Förderung des Bio-Anbaus und der Vermarktung eingesetzt. Die Gelder kamen besonders in der Forschung zum Einsatz, etwa bei Speisesoja oder schonender Bodenbearbeitung. Die zweckgebundenen Mittel für Fleisch wurden unter anderem für Markttransparenz und Tierverkehrs-Vignetten verwendet.

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